Azmannsdorf

... ein Ort der Lebensfreude

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per Auto

Durch die ideale Autobahnbahnanbindung (A4 und A71) und die Bundesstraßen (B4 und B7) ist Azmannsdorf
auf vielen Wegen zu erreichen.
Mehr Informationen zur Anfahrt finden Sie unter www.google.de

per Bahn

Der Erfurter Hauptbahnhof gehört zu den Knotenpunkten im Eisenbahnverkehr.
Durch die ICE Anbindung ist der Zug als Reisemittel ein idealer Autoersatz.
Mehr Informationen zur Anfahrt finden Sie unter www.bahn.de

per Bus

Durch den Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) kann man Azmannsdorf über viele Wege erreichen.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.vmt-thueringen.de/

per Flugzeug

Der Flughafen Erfurt-Weimar bittet den nationalen und internationalen Gästen die Möglichkeit uns zu besuchen.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.flughafen-erfurt-weimar.de/

 


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Kirchliche Verwaltung

Bonifazius (Winfried) geboren 672, gestorben 05.06.754, eine angelsächsiger Mönch, wurde 719 von Papst Gregor II. zum Germanenmissionar ernannt und 732 von Papst Gregor II. zum Erzbischof bestellt. Er predigte mit großem Erfolg in Hessen und Thüringen und gründetet 742 des Bistum Erfurt zuständig auch für Azmannsdorf.

1267 am 13.07.1267 stellen die Kämmerer aus Mellingen, die Gebrüder Behringer und Ludwig einen „Kaufbrief für das Kloster der weißen Frauen Ursuliner – in Erfurt über 8 Hofe, eigen Land und einen Hof in Azmannsdorf für 153 M Silber“ aus. 1910 schrieb Pfarrer Födsch „Der Überlieferung nach, ist dieser Hof das jetzige geteilte und kunstgeschichtliche interessante Haus 53/54 (Hebstreit-Bachspieß) gewesen. Dort soll eine Nonne gewohnt haben.

1299 hatte die Michaeliskirche in Erfurt umfangreiche Stiftungen und Besitzungen in den umliegenden Dörfern und hatte auch Besitzungen und Zinserlös in Azmannsdorf (Festschrift der Michaeliskirche)

Im 13. Jahrhundert wurden im Büßlebener „Spittel“ Kranke gepflegt. Die Seuchenkranken durften die Stadt Erfurt nicht betreten, hatten aber das Recht, in den umliegenden Dörfern um milde Gaben zu bitten. „In 17 Broddörfern konnten sie von Haus zu Haus gehen und Brod und in der Büchse Geld sammeln. Sonntags durften sie in den preußischen und donnerstags in den weimarschen Dörfern sammeln.

Weitere Nachrichten liegen aus der vorreformatorischen Zeit liegen hier nicht vor. Es konnte auch nicht festgestellt werden, wann genau die Reformation hier durchgeführt wurde. Die ältesten Kirchenbücher beginnen 1665. Dort werden die Namen der Pfarrer von der Reformation an aufgelistet.

In den Visitationsberichten von 1720 bis 1755 werden die Aktivitäten der Pfarrer und Lehrer  (Kantor) bewertet. Bis zum Jahre 1743 verwalteten die Pfarrer die Gemeinde Hochstedt mit. Diese Gemeinde ist dann nach Vieselbach ausgeliefert worden.

1815 wird die Kirchengemeinde dem Herzogtum Sachsen-Weimar zugeteilt. Die Gemeinden unterstehen der Superintendentur Udestedt, zuletzt Vieselbach. Die Oberaufsicht lag im Konsistorium in Weimar.

1920 bildeten sieben verschiedene Fürsten- und Herzogtümer die Landkirche Thüringen mit dem Bischofssitz in Eisenach. Nach der Auflösung der Superintendentur Vieselbach wurde das Pfarramt Azmannsdorf mit den Kirchgemeinden Mönchenholzhausen, Sohnstedt, Obernissa und Linderbach 1996 der Superintendentur Weimar zugeordnet. Im Rahmen der Strukturveränderung der Thüringer Landeskirche  wurde das Pfarramt Azmannsdorf am 01.07.1999 aufgelöst und nachdem der letzte Pfarrer von Azmannsdorf in den Ruhestand getreten ist, am 01.03.2000, zum Pfarramt Vieselbach zugeordnet. Die Kirchengemeinde Azmannsdorf gehört nach dem heutigen Stand zum Pfarramt Vieselbach, in der Superintendentur Weimar, im Verwaltungsbereich des Kreiskirchamtes in Gotha, der Evangelisch – Lutherischen Landeskirche in Thüringen, mit sitz in Eisenach.


Die alte Kirche

1769 als der vorgenannte Christoph Fälkner, Pfarrer und Nicolaus Ruhe Schullehrer hier waren, wurde in den Jahren 1769 und 1771 die jetzige Kirche mit ihrem Turm neu gebaut. Die alte mit dem Gottesacker befand sich sonst da, wo jetzt Johann Fabian Weidens Gras und Obstgarten ist. Die Kirche war höchst baufällig, der Gottesacker nass und sumpfig, so dass die Särge in den Gräbern schwammen und bei nassen Jahren nur mit größter Mühe Gräber eingeschlagen werden konnten.


Am 09. Februar 1769 wurde die alte Kirche des Ortes abgerissen. Was mit den Baumaterial und dem Abrissgut der baufälligen alten Kirche gemacht wurde, ist aus den Aufzeichnungen nicht zu ersehen. Ebenso ist nicht eindeutig zu erkennen, wie der Grundbesitz von Kirche und Friedhof veräußert wurde. Es ist auch nicht mehr überliefert, wann die alte Kirche gebaut wurde und wie sie aussah. Die älteste Nachricht über diese Kirche stammt aus dem 30 jährigen Krieg.


1642 hatten sich Gemeindemitglieder und Erfurter Bürger in die Kirche geflüchtet. Doch plündernde und raubende Soldaten hatten keine Achtung vor dem Gotteshaus. Die Hilfesuchenden wurden ausgeraubt, selbst die Knöpfe wurden von der Kleidung geschnitten, so berichtete die Chronik.

Gut erhaltene Teile der alten Kirche wurden in die neue Kirche übernommen. Es sind noch die alten Balken mit Zapflöchern vorhanden.

  • die Eingangstür mit Schnitzwerken aus dem Jahre MDCXXXV (1635)

  • das Bild mit der Fußwaschung von Jesu über der Eingangstür

  • das Vortragekreuz mit der Jahreszahl 1660, (nach einer Überlieferung, wurde das Vortragekreuz

  • zuletzt bei einer Beerdigung eines Selbstmörders getragen. Danach wurde ein neues angeschafft)

  • die Patronatsloge mit barokken Schnitzereien links und rechts vom Altar,

  • die Treppengeländer mit den alten Verzierungen,

  • die Verkleidung des Blasebalges, mit barokken Schnitzwerk und Heiligenfiguren,

  • die Bodenbretter zum Kanzelaufgang sind gebrachte Bänke aus der alten Kirche,

  • der Kanzelkorb im Turmzimmer hinter dem Altar mit Verzierungen und Bildern,

  • das Parament von 1734 (Altardecke)- die Altarbibel (gestiftet 28.01.1675)

  • der Taufstein von 1580 (Dieser alte Taufstein wurde 1887 aus der Kirche entfernt, nachdem Familie
    Sitz einen neuen Taufstein gestiftet hat. Viele Jahre stand der Taufstein im Hof der Familie Sitz und
    wurde als Sitzgelegenheit genutzt. Pfarrer Krech erkannte den alten Taufstein und lies ihn mit einen
    neuen Fuß versehen und in der Kirche in Linderbach 1978 aufstellen.)

  • beim Treppenaufgang zur Orgel wurde ein wahrscheinlich aus der alten Kirche stammendes Gemälde
    gefunden, das von Malermeister Peters aus Vieselbach wieder hergestellt wurde und einen neue
    Bereicherung des Kirchenschmuckes bedeutet. Es stellt die Hochzeit zu Kanaan dar. Das Bild dient
    heute als Altarschmuck im Gemeinderaum.
    in der Kirche wurden unter der Tünche 6 alte Gemälde gefunden und teilweise freigelegt. Die Gemälde
    stammen wohl aus der alten Kirche.

Quellenangabe: Inhalte aus der Chronik von Azmannsdorf zur "1125 Jahr Feier"
 

Zahlen und Fakten

Azmannsdorf
Landeshauptstadt Erfurt
Koordinaten: 50° 59´ N , 11° 6´O
Höhe: 199 – 214 m ü. NN
Einwohner: ca. 340
Eingemeindung: 14. März 1974
Eingemeindet nach: Linderbach-Azmannsdorf
Postleitzahl: 99098
Vorwahl: 036203
Kirche St. Cyriakus

 

Azmannsdorf 1987

Azmannsdorf 2011

Quelle: Thüringer Landesamt für Vermessung und Geoinformation

 

 

Die Gründung des Dorfes und Enstehung des Namen Azmannsdorf

Die Gemeinde liegt zwischen Erfurt, Kerspleben, Vieselbach und Linderbach. Seit 01.07.1994 gehört der Ortsteil zu Erfurt, der Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen. Die Ortslage umfasst ca. 459 ha. Davon werden 395 ha landwirtschaftlich genutzt.

1709 als die ersten Siedler in dieses Gebiet wanderten, war die Gegend mit Mischwald bewachsen. Der Bach zog sich in Windungen durch das Tal und bildete eine fruchtbare Aue. Hier fanden die ersten Siedler genügend Lebensraum und konnten von Jagd-, Feldbau und Tierzucht ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Schon lange vor der ersten urkundlichen Erwähnung wird der Ort in seiner Straßenstruktur bewohnt gewesen sein. Die damaligen Siedler bauten entlang der Straße. Die Häuser standen in geschlossener Reihe an der Strasse, verbunden durch Mauern und Tore, um sich gegen Fremde zu schützen. Im Grundstück waren Stallungen, Scheunen und Gebäude für Material und Werkzeug. Der Abschluss an die Hofseite waren die Hausgärten. Um den Ort herum lagen die Feldfluren.

Die Teiche lagen außerhalb des bebauten Raumes. Der Linderbach war eine natürliche Grenze in Richtung Erfurt. Die ersterwähnte Kirche und der Friedhof hatten im alten Ostkern keinen Platz mehr und mussten außerhalb des Ortes angelegt werden. Man kann also daraus schließen, dass der Ort schon vor der Christianisierung (741 durch Bonifazius) in seiner heutigen Straßenstruktur bestanden hat.

Die eng zusammengebauten Häuser waren zwar Schutz gegen durchziehende Fremde, hatten aber den Nachteil, das bei Feuerbrünsten, die bis zum 20. Jahrhundert immer wieder erwähnt werden, verheerende Schäden entstanden. Die ersten Häuser an der Strasse wurden an grundwasserreichen Stellen erbaut. Jedes Haus hatte eigene Brunnen.

 

Die bis zum 20. Jahrhundert erwähnten Teiche liegen außerhalb des bebauten Dorfes:

  • hinter der Erfurter Strasse und Herrengasse
  • Karpfenteich, am alten Lauf des Linderbaches
  • die Wiesen zwischen der Backhausgasse und dem Linderbach wurden bei Überschwemmungen ebenfalls als Teiche bezeichnet

Azmannsdorf hatte in der Siedlungsgeschichte Thüringens schon lange einen Platz im Einklang zu den Nachbarorten, bevor es mit 116 anderen Gemeinden erstmals in einer Urkunde genannt wurde. In dieser Urkunde vom 18. Mai 876, wo über Steuern (die Zehnten) verhandelt und entschieden wird, ist der Ort erwähnt. In dieser, lateinisch verfassten Urkunde, sind die Orte Zimbara, Bechestat, Holzhos, Atamannesthorph, Busileba (Niederzimmern, Bechstedtstrass, Mönchenholzhausen, Azmannsdorf und Büßleben) aufgezählt. Die älteste urkundliche Nennung kann man so deuten:

Ataman:

  • ein Wort aus dem türkischen Sprachbereich, heißt in Deutsch übersetzt "der Freigewählte"
  • Bei den Kosaken ist Ataman ein freiwilliger Hauptmann oder Heerführer

Die erste Namensnennung von Azmannsdorf weißt nun also in eine Zeit zurück, wo Volksgruppen aus den Ostgebieten neuen Lebensraum in Europa suchten. Ob Azmannsdorf schon im Zuge der Völkerwanderung besiedelt wurde, könnte für kommende Heimatforscher ein interessantes Thema sein.

Der Name Atzmannsdorf ist seit 1123 und in der folgenden Zeit in verschiedenen Varianten überliefert worden und hat sich bis zur heutigen Schreibweise Azmannsdorf oft geändert. Im deutschen Sprachbereich gibt es eine Vielzahl von Belegen mit Orten ähnlichen Namens, die Aß  Ass Az Atze Azen beginnen (Postleitzahlenbuch 1993 Seite 43 und 44).

In Österreich, in der Wachau gibt es einen Ort der Azmannsdorf geschrieben wird. Atzen, bedeutet im althochdeutsch, zu essen geben, speisen, essen und Atzungen, Futter, Speisen und Essen.

Folgende Varianten sind bekannt:

  • 1123    -          Atzmannsdorf, Conrad von
  • 1308    -          Azimannistorph, Assemannsdorph, Azemannstorff
  • 1720    -          Atzmanstorf
  • 1800    -          Atzmannsdorf
  • 1805    -          Atsmansdorf (Kelch von 1805) 
  • 1849    -          Azmannsdorf (Brandkataster)

Ukunde vom 18.Mai.876 hierin wird über die "Zehnten" entschieden

 

Quellenangabe: Inhalte aus der Chronik von Azmannsdorf zur "1125 Jahr Feier"

 

 

 

Der Geist der Weihnacht liegt in der Luft, mit seinem zarten, lieblichen Duft.

Wir wünschen euch zur besinnlichen Adventszeit
Ruhe, Liebe und Fröhlichkeit.
 

Mit den besten Wünschen auch für´s neue Jahr.
Ihre Gemeinde Azmannsdorf.

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